Mit Freude für die Stadt und ihre Menschen.

6.1 Auswertung Tonmodellbau der Kinder / Auftaktveranstaltung mit Kukuk

Spielleitplanung

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Im Rahmen der Auftaktveranstaltung, die im März 2013 in der ‚Alten Turnhalle‘ in Herrenberg stattfand und zu der alle Bürgerinnen und Bürger von Herrenberg eingeladen wurden, um sich über die Spielplatzkonzeption aus dem Jahr 2012 auszutauschen, bot die Firma KuKuk (Kunst Kultur Konzeption) aus Stuttgart einen Modellbauworkshop an, zu dem Kinder und Jugendliche eingeladen wurden und ihre Ideen zu Spiel-, Tobe- und Ruheplätzen visualisieren konnten. Dazu entstand eine Dokumentation:

Rahmenbedingungen

Zeitraum: Freitagnachmittag, zwischen 15 und 18 Uhr
Ort: alte Turnhalle in Herrenberg
Menschen: Bürger von Herrenberg mit ihren Kindern
Material: Ton mit Ästchen, Steinchen, Papier, dicke Buntstifte, Farbstifte, Wasserfarben, frisches Moos

Beobachtung

Die Kinder, die zum Großteil mit ihren Eltern vorbeikamen, wussten, um was es beim Workshop geht, denn die Einladung der Stadt zur Veranstaltung ging an alle Bürgerinnen und Bürger von Herrenberg. Deshalb brauchte es nicht viel Erklärung, was hier am Tisch getan wurde, Kinder sprühen vor Phantasie, wenn es um ihren Spielraum geht. Es wurde gezeichnet, gemalt und modelliert – wobei das Modellieren überwog. Da es nur eine bestimmte Anzahl an vorbereiteten ‚Arbeitsrahmen‘ gab, werkelten die Kinder, die sich nicht alle kannten, zusammen an ihren Visionen, kamen während ihrer ‚Arbeit’ mit anderen ins Gespräch und tauschten sich aus. Da die Stadt zur Diskussion über die ‚Spiel‘platzkonzeption eingeladen hat (eine unglückliche Begriffswahl – im Nachhinein ist man immer klüger), kam leider nur eine Hand voll Jugendliche. Die Kinder saßen hochkonzentriert an ihrer Arbeit, ließen sich überhaupt nicht von den Erwachsenen, die der Veranstaltung beiwohnten und ihnen über die Schultern schauten, ablenken.

Ergebnisse

Es überrascht nicht, dass die Kinder die bekannten Spielgeräte wie Rutsche, Schaukel, Kletterturm u.a. modellierten und malten – was sonst, Kinder gehen von Bekanntem aus und phantasieren daran weiter – interessant sind die Erläuterungen dazu. Wie wichtig es den Kindern war, dass ihre Ideen in Herrenberg verwirklicht werden, zeigte sich nicht nur darin, dass sie hoch konzentriert an ihrer ‚Arbeit‘ saßen, sondern auch darin, dass sie uns gerne erzählten, was sie gestalteten. Der Workshop bewies einmal wieder, dass Kindern Raum und Zeit gegeben werden muss, ihren Ideen Ausdruck zu verleihen – eine ‚Erwachsenenanleitung‘ brauchen sie nicht, wichtig ist es einfach nur, ausreichend Materialien bereit zu stellen und ihnen nach getaner Arbeit aufmerksam zuzuhören.

konkret

Ob Klettern, Rutschen oder Hangeln, der Wunsch nach Bewegung stand im Mittelpunkt der Arbeiten der Kinder. Es entstanden Klettertürme und -felsen, auf die auch meist noch eine Aussichtsplattform oben drauf gesetzt wurde, Tunnelrutschen oder auch häufig Seilbahnen, mit denen man in schwindelnder Höhe über den gesamten Spielraum gleiten kann. Auffallend dabei die enorme Höhe der Seilbahnen und der Türme – ein Zeichen von Risikobereitschaft? Egal welches Alter, wichtig waren den Kindern auch Orte, an denen sie sich ausruhen oder verstecken konnten: richtige Höhlen, Mauern, dunkle Bereiche unter einer dicken Schieferplatte, Rückzugsorte, um sich zu verkriechen, mit anderen zusammen etwas im Geheimen auszuhecken oder einfach allein sein wollen. Auch Wasser spielte bei der Gestaltung mancher Traumräume eine bedeutende Rolle, sei es als Quelle oder als Wasserlauf quer über den Spielplatz (blaue Murmeln). Auch ein schönes Ambiente war den Kindern und den beiden weiblichen Jugendlichen ein Anliegen, der Spielraum sollte nicht nur aus Spielgeräten bestehen, das Gelände selbst wurde gestaltet und modelliert, erhielt Grünflächen und mit farbigen Steinen gestaltete Orte – wirkliche Aufenthaltsorte halt.

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